ECN und die ergonomie.experten auf der A+A 2017

ECN und die ergonomie.experten auf der A+A 2017

Der ECN und die ergonomie.experten präsentierten sich auf der A+A 2017 vom 16.-20. Oktober in der Halle 10 gemeinsam als zentrale Anlaufstelle für Unternehmen, Fachgesellschaften und Verbände mit Fragestellungen und Projekten zur Ergonomie.

Der Messestand (Click to enlarge)

Beim Live-Bühnen-Programm „WorkPlace Design & Corporate Health“ durfte das Team der ergonomie.experten, vertreten durch Herr Dr.-Ing. Frank Gillmeister und Wolfgang Schneider sowie verstärkt durch Roman Janetzko von Velamed/Köln, insgesamt fünf Vorträge präsentieren.

Vibrationen am Arbeitsplatz

Geschüttelt, nicht gerührt - Die Rückenleiden des Staplerfahrer Klaus — aus dem Vortrag von Dr.-Ing. Frank Gillmeister
Vibrationen am Arbeitsplatz: Geschüttelt, nicht gerührt - Die Rückenleiden des Staplerfahrer Klaus — Vortrag von Herrn Dr.-Ing. Frank Gillmeister. (Click to enlarge)

Fahrzeuge und Maschinen am Arbeitsplatz können mechanische Schwingungen verursachen, die über den Sitz oder die Füße an den Fahrer bzw. Maschinenbediener übertragen werden. Diese Schwingungen werden auch Ganzkörperschwingungen genannt. Eine Exposition gegenüber starken Ganzkörperschwingungen kann die Gesundheit und Arbeitssicherheit gefährden und verursacht bzw. verschlimmert z. B. Rückenbeschwerden. Die Gefährdungen sind am größten, wenn die Schwingungen stark, die Expositionen von langer Dauer, häufig und regelmäßig sind und die Schwingungen mit heftigen Erschütterungen bzw. Stößen einhergehen.

Der Vortrag erläuterte die Problematik von Schwingungen beispielhaft beim Führen von Gabelstaplern. Grundlagenwissen, Analyse, EU-Richtlinine und Gefährdungsbeurteilung wurden erklärt und am Praxisbeispiel verdeutlicht. Darüber hinaus ergänzten mögliche Maßnahmen zur Minderung der Schwingungsbelastung die Präsentation.

Ergonomie sicht- und begreifbar machen!

Aus dem Vortrag von Wolfgang Schneider
Interessiertes Fachpublikum am Messestand (Click to enlarge)

Werbung braucht eine Botschaft, sonst kann sie nicht auf den besonderen Vorteil eines Produktes aufmerksam machen. Echte Argumente sind dabei schwer zu finden und nur dem netten Text einer Werbebotschaft glaubt kaum noch jemand. Einen echten, sogar „begreifbaren“ Vorteil stellt eine gute Nutzbarkeit oder gar ein perfektes Handling dar. So etwas kann eine gut erarbeitete Ergonomie / Usability leisten, wenn am Beispiel der Bildschirmarbeit im Produktentwicklungsprozess die Mensch-System-Interaktion (Digital) nach den Vorgaben der Norm DIN EN ISO 9241 gestaltet wird und die Usability-Eigenschaften oder besser übersetzt Gebrauchstauglichkeitseigenschaften wie Effektivität, Effizienz und Zufriedenheit menschgerecht ausgeführt werden.

Der Vortrag veranschaulichte beispielhaft die Problematik und wurde mit einem Beispiel aus der Praxis verdeutlicht. Es konnte anhand guter ergonomischer Produktentwicklung dargestellt werden, wie Ergonomie begreiflich gemacht werden kann. Der Mehrwert sind dann echte Werbebotschaften mit realen Fakten. Darüber hinaus wurde der Arbeits- und Gesundheitsschutz in den Fokus gerückt und die zu erwartende ISO 45001 vorgestellt sowie der PDCA Regelkreis erläutert. Dabei wurden auch weiterhin aktuelle Aufgaben und Fragestellungen herausgearbeitet: